Ein neues Abenteuer beginnt!

Ein Auslandssemester. Im hohen Norden von Europa. Mal was anderes. Was Neues. Was Faszinierendes. Was Spannendes. Nicht einfach wo hin fahren, von einem Ort zum nächsten fahren und das Land anschauen. Zumindest vorerst nicht. Ich werde längere Zeit an einem Ort verbringen – nämlich in Oslo. Und ich habe vor, auch hier viele neue, nette Leute kennenzulernen und grandioses zu erleben! Die ersten Bekanntschaften waren auch ziemlich schnell geschlossen. Julia aus München und Paul aus der Steiermark wohnen bei mir auf dem Flur und wir haben die letzten paar Tage so ziemlich gemeinsam verbracht (Julia und ich sind sogar im selben Flieger angereist, aber das haben wir erst hier im Gang festgestellt :D ). Unsere Unterkunft ist im Sogn Student Village (hier wohnen ca. 1700 Studenten) ein bisschen nordöstlich vom Stadtzentrum. Mit der U-Bahn (die heißt hier T-Bane) sind’s nur fünf oder sechs Stationen; die Uni ist genau zwei entfernt. Was ist anders hier? So einiges. Das erste woran man denkt, ist wahrscheinlich die verkürzte Tageszeit. Die Sonne geht so gegen neun auf und um drei wieder unter. Es geht also eigentlich, aber die Dämmerungszeit ist ziemlich lang. Von der Sonne selbst hab ich allerdings bis jetzt noch nicht allzu viel gesehen, weil es die meiste Zeit bewölkt war und teilweise auch geschneit hat. Am Sonntag hat’s zum Beispiel fast den ganzen Tag durchgeschneit und wir haben jetzt so um die 30cm Schnee. So unglaublich viel ist das gar nicht, ich weiß, aber es hat eigentlich erst wirklich angefangen zu schneien, als wir gekommen sind. Bis Silvester hatten die hier auch so gut wie keinen Schnee. Was höchst faszinierend ist, ist die Tatsache, dass wichtige Wege in der Stadt (wie die Fußgängerzone) und an der Uni vollkommen schneefrei sind. Ich hatte mich schon gefragt, wie viel Salz die denn da draufgestreut hätten, aber das liegt wohl daran, dass unter dem Pflaster so eine Art Fußbodenheizung eingebaut ist! Da verlaufen wirklich Rohre, die die Wege beheizen! Trotz allem tragen besonders ältere Leute so Eisendinger, die einfach unter die Schuhe gebunden werden, um nicht zu rutschen. Das zweite höchst faszinierende sind die Elektroautos hier. Dazu muss man sagen, dass die norwegische Regierung diese Autos ziemlich hoch fördert. Dementsprechend sieht man wirklich einige davon. Die Ladestationen dazu sind auch in der ganzen Stadt verteilt. Sogar auf dem Uni-Parkplatz und hier im Village gibt’s welche! Da könnten wir uns noch so einiges abschauen…Von dem hervorragenden Bildungssystem hier hört man ja auch immer wieder was. Was mir hierzu aufgefallen ist, sind auf jeden Fall mal die drei (!) Kindergärten allein hier im Wohnheim. Und dann gibt’s an der Uni auch noch zwei. Zum allgemeinen und alltäglichen Stadtbild gehören anscheinend auch die Leute mit Langlaufskiern in der U-Bahn! An diesen Anblick muss ich mich glaub ich erst noch ein bisschen gewöhnen, weil’s schon irgendwie witzig ist, wenn plötzlich Leute in der Bahn sitzen, oder auch am Gleis stehen und ihre Skier mitschleppen! Gestern musste ich dann auch echt lachen, als einer den Hügel hier bei uns hinterm Haus mit Skiern hoch ist und sein Kind im Schlitten hinter sich hergezogen hat :D Ich bin auf jeden Fall gespannt, was Norwegen noch so zu bieten haben wird für mich und ich freue mich auf alles, was kommen wird!

12.1.16 01:07

Letzte Einträge: Fotos, Das 25jährige Thronjubiläum und das Wetter, Die erste Uniwoche, Die WG, Mein Blog ist umgezogen!

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